In der kognitiven Verhaltenstherapie stehen die Kognitionen, also die Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen im Mittelpunkt.
In diesem Therapieverfahren wird davon ausgegangen, dass unser Denken einen großen Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen, verhalten und (körperlich) reagieren.
Die Einstellungen, die für die aktuellen Probelme verantwortlich sind, haben sich im Laufe des Lebens entwickelt. Diese Einstellungen werden in der kognitiven Verhaltenstherapie verändert, indem gemeinsam mit dem Therapeuten neue Ansichten und Lösungswege gesucht und ausprobiert werden. Alle Verfahren, die eingesetzt werden, sind in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich überprüft und bestätigt.
Die Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine Therapie, die alle Wirkfaktoren, die für Psychotherapie gefunden wurden, berücksichtigt und in der Therapeuten im Rahmen einer Beziehungsgestaltung problematische Schemata von Klienten klären und verändern.
Zentrales Ziel der Klärungsorientierten Psychotherapie ist dabei immer die Förderung einer effektiven Selbstregulation und damit die Freisetzung persönlicher Ressourcen, die Erhöhung der Handlungsorientierung und die Ermöglichung von Entscheidungen, die den eigenen Motiven ensprechen.
Die Klärungsorientierte Psychotherapie ist bei Depressionen, Ängsten, Psychosomatischen Störungen und Persönlichkeitsstörungen sehr wirksam.
(Quelle: www.ipp-bochum.de)
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Methode zur Verarbeitung belastender und traumatischer Erlebnisse. Ursprünglich wurde EMDR zur Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt, wird heute aber auch erfolgreich bei Ängsten, Depressionen, belastenden Lebenserfahrungen, chronischen Schmerzen und anderen psychischen Belastungen eingesetzt.
EMDR basiert auf der Annahme, dass belastende Erlebnisse manchmal nicht vollständig verarbeitet werden können und daher weiterhin starke emotionale, körperliche oder gedankliche Reaktionen auslösen. Durch gezielte bilaterale Stimulation, beispielsweise durch Augenbewegungen, wird die Verarbeitung dieser Erinnerungen angeregt und unterstützt.
Im Rahmen der Therapie werden belastende Erinnerungen in einem geschützten und strukturierten Prozess bearbeitet. Ziel ist es, die emotionale Belastung zu reduzieren, neue hilfreiche Bewertungen zu entwickeln und die eigenen Ressourcen zu stärken. Viele Betroffene erleben dadurch eine deutliche Entlastung und gewinnen mehr Sicherheit und Handlungsspielraum im Alltag zurück.
Die Wirksamkeit von EMDR ist wissenschaftlich umfassend belegt. Das Verfahren wird von nationalen und internationalen Fachgesellschaften zur Behandlung traumatischer Belastungen empfohlen.
